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Von Clowns und Gedöns

März 8th, 2013 · Keine Kommentare

von Tobias Griebel

Ein großer Elektronikgeräte Hersteller, wirbt zur Zeit mit dem Slogan “Kommunikation auf die natürliche Art” und meint damit tatsächlich das nervöse herumwischen mittels Zeigefinger, auf dem übergroßen Touchscreen eines Smartphones. Aber ist Kommunikation auf die natürlichste Art, nicht das Gespräch zweier Menschen, so miteinander, an einem Tisch oder im Bett, auf einer kuscheligen Decke oder ganz früher, retrostylisch sogar an einem brennenden Lagerfeuer? Seltsam, wohin die Welt sich langsam dreht.
Seltsam übrigens auch die Äußerungen, des Kanzlerkandidaten einer deutschen Volkspartei, zum Ergebnis der Wahl in “bella Italia”: zwei Clowns hätten gewonnen…. Dem Herrn Honorarredner sollte schon bewußt sein, daß in Italien, nach wie vor ein demokratisches Wahlrecht herrscht und wie groß die Verzweiflung über das System sein muß, in dem die eigentlichen Politiker vom Wahlvolk gar nicht mehr gewählt werden. Aber was rede ich. Mir hört ja sowieso keiner zu.
Obwohl, der Herr Steinbrück wird ja in seiner Funktion als Kanzler wohl auch nicht so richtig gewählt. Zumindest wenn man den wöchentlichen Umfrageergebnissen glauben darf. Sein Glück könnte sein, daß der Koalitionspartner der Noch-Kanzlerin, nicht so recht aus seinem Dauertief finden möchte. Es bleibt daher spannend, ob tatsächlich am Ende des Tages, vielleicht einer Kanzler wird, den eigentlich gar nicht so viele haben wollten. Das ist dann irgendwie auch Demokratie. Aber leider nicht gerecht.
Wäre übrigens interessant zu beobachten, was mit den Umfragewerten passieren würde, wenn sich Günther Jauch dazu entschließen sollte, den Piraten beizutreten und ebenfalls als Kanzler zu kandidieren. Dann hätten wir ebenfalls fast schon italienische Verhältnisse. Und die wollte quasi eigentlich bereits Goethe vor langer Zeit herbeidichten. Und der kann ja wohl nicht falsch gelegen haben. So als Dichter und Denker.
Thema Dichter – David Bowie hat nach jahrelangem schweigenden und sinnierenden Tuns, ein neues Album veröffentlicht. Als die letzte Platte des “Thin white Dukes” das Licht der Musikwelt erblickte, gab es noch nicht einmal CDs. Höchstens eine vielleicht. Und nicht nur ich frage mich, nach dem Warum?
Das Feuilleton ist allerdings ganz dankbar, das es nach Heino-Hype, nun endlich wieder einem vermeintlich richtigen Künstler an den blassen, wie schmalen Lippen hängen darf. Aber sind wir doch leider ehrlich, Bowie war bisher ein bißchen Balletfummel mit Make-up, hektischem Theaterbrimborium auf der Bühne und maximal fünf einprägsame Hits im Gesamtpaket. Korrigiere mich – sechs. Hab bei Amazon nachgeschaut. Wegen der Recherche und so. Das Duett mit Mick Jagger nicht eingerechnet. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, das dem Mann ein ganzes, gutes Album gelingt? Eben. Resourcenverschwendung! Obwohl – mittlerweile wird ja das meiste downgeloaded und in den Tiefen der Musikbibliothek des Smartphones oder des PCs vergessen.
Thema vergessen – hätte fast vergessen unserem deutschen Vizekanzler (ich kann nicht oft darauf hinweisen und Mutti im gleichen Atemzug eine gute Gesundheit wünschen….) zum tatsächlich vierzigsten Geburtstag zu gratulieren: Alles gute Philipp, alte Hütte!!!! Wenn auch nur nachträglich. Hab leider kein Geschenk. War aber auch nicht zum Festakt eingeladen. Und meine Stimme kann ich dir leider auch nicht unbedingt versprechen!
Wobei, der Mann hat ja tatsächlich quasi alle seine Wähler zur Geburtstagssause eingeladen. Zusammen mit der restlichen freien demokratischen Bande, waren es dann doch schlappe 1000 Gratulanten. Schön. Bedeutet ja auch 1000 Geschenke. So kann man einen Menschen auch aus dem Alltagsgeschäft raushalten. Einfach mal eine Weile auspacken lassen.
Thema auspacken – heute schon eine Lasagne ausgepackt? Alter Witz, ich gebs zu. Komisch daß der deutsche Endverbraucher irgendwie der Meinung ist, das in Lasagne für einsneunundneunzig, ausschließlich zartes Jungbullenfilet Verwendung findet. Eventuell wären wir bei näherer Betrachtung dessen, was da so für die Lasagnefüllung zerhäckselt wird, für das bißchen Pferdefleisch ganz dankbar.
Mittlerweile werden übrigens schon wieder ganz andere Säue oder Hühner oder tschechische Futtermittelhersteller, durchs EU-bestimmte Dorf getrieben. Die Aigner Ilse wirds freuen. Ist ja Wahljahr. In blindem Aktionismus, vergißt sie fast die vielen trüben Entscheidungen, die ihr die selbstgerechte Argrarlobby ins Gesetzbuch zu diktieren wußte.
Thema diktieren – der FC Bayern München hat national endlich die wahren Kräfteverhältnisse wieder hergestellt! So jedenfalls hat das Uli Hoeneß, der darbenden Reporterschar, nach dem DFB-Viertelfinalsieg, gegen den Emporkömmling aus Dortmund, in die Schreibblöcke diktiert. Gut, war nur ein einsnull aber letztendlich doch irgendwie deutlich.
In der Meisterschaft irgendwie mehr Punkte Vorsprung, als die Best-of David Bowie Lieder hat und als Bonustrack, in der Championsleague ein dreieins Ausswärtssieg im Hinspiel. Was rollt da auf Fußballeuropa nur zu?
Über das mögliche Viertelfinale wird aber erst am Donnerstag spekuliert. Bitte keinen Italiener! Obwohl, dann könnte ja gleich das gesamtdeutsche Fußballeuropameisterschaftstrauma mit überwunden werden. Wenn das mal nicht ein bißchen viel auf einmal wird. Wohlsein!

Tags: Allgemein

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